Gute Nachrichten Immobilieneingentümer Immobilien News 2023

Es werden immer weniger Häuser und Wohnungen neu gebaut, was bedeutet, dass trotz der steigenden Zinsen weiterhin mit Preisstabilität zu rechnen sein dürfte.

Die (zugegeben provokante) These resultiert aus der gestern veröffentlichten Zahl der Baugenehmigungen aus 2022 bzw. Dezember 2022. Danach sind die Baugenehmigen auch 2022 mit 7% nochmals deutlich gesunken.

ZIEL DER BUNDESREGIERUNG 1,6 MIO NEUE WOHNUNGEN

Ziel der Bundesregierung waren 1.600.000 neue Wohneinheiten in vier Jahren. Wir berichteten bereits über die Aussichtlosigkeit dieser ambitionierten Pläne, bei der unmotivierten Herangehensweise der Bundesregierung und der Bundesbauministerin.

In Deutschland sind vergangenes Jahr Baugenehmigungen für 354.400 Wohnungen erteilt worden, dies vermeldet auch Thomas Daily.

Um die angepeilten 1,6 Millonen Neubauwohnungen zu erreichen, sollte man im Schnitt 400.000 Wohnungen pro Jahr bauen. Wer nur 354.000 Baugenehmigungen erteilt, darf sich insofern nicht wundern, wenn keine 400.000 Wohnungen gebaut werden.

NEUBAUTÄTIGKEIT IN DEUTSCHLAND BRICHT EIN

Die Bundesregierung wird also ihr Wahlversprechen wohl kaum einlösen können und auch die halbherzigen Impulse, wie die Erhöhung der linearen Afa auf 3% verpufft einfach so.

WERTE VOM STATISTISCHEN BUNDESAMT

Laut dem Statistischen Bundesamt waren das 6,9 % oder 26.300 Wohnungen weniger als im Jahr 2021, in dem mit 380.700 Baugenehmigungen der höchste Wert seit dem Jahr 1999 erreicht worden war.

Was Mehrfamilienhäuser angeht, wurden aufgrund der noch hohen Zahlen im 1. Halbjahr mit 190.400 Wohnungen lediglich 1,6 % weniger genehmigt als 2021.

Im Dezember 2022 wurden in neu zu errichtenden Mehrfamilienhäusern nur noch 19 200 Wohnungen genehmigt, 19,3 % weniger als im Vorjahresmonat.

FAMILIENFEINDLICHE WOHNUNGSBAUPOLITIK UND INVESTITIONSGIFT

Bei Ein- und Zweifamilienhäusern war im Gesamtjahr der Rückgang mit 16,8 % bzw. 13,8 % besonders ausgeprägt, was teilweise auf das Auslaufen des Baukindergeldes zurückzuführen sein dürfte, was aus unserer Sicht ein völlig falsches Signal, nicht nur aus dem Bauministerium, sondern auch aus dem Familienministerium ist.

AUSBLICK AUF DIE NEUBAUTÄTIGKEIT 2023

2018 waren es 287.000 neue Wohneinheiten
2019 waren es 293.000 neue Wohneinheiten
2020 waren es 306.000 neue Wohneinheiten
2021 waren es 293.000 neue Wohneinheiten
2022 waren es 275.000 neue Wohneinheiten

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie schätzt, dass 2023 nur noch bestenfalls 250.000 Wohnungen fertiggestellt werden.

BEDEUTUNG FÜR BESTANDSIMMOBILIEN-PREISE

So düster die Aussichten im Neubau also auch sind – für Immobilieneigentümer bzw. Immobilienverkäufer sind das gute Nachrichten. Die steigenden Zinsen müssten eigentlich eine Katerstimmung auslösen, weil die weniger erschwinglichen Immobilien quasi automatisch einem massiven Preisdruck ausgesetzt sind.  Aber wenn die Nachfrage stabil bleibt, weil zu wenig Neubauten entstehen sinken die Preise weniger stark oder erholen sich vielleicht sogar schneller als erwartet.

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© Jo. Wolter Immobilien, Braunschweig 2023

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